Problem: Häufiges Wechseln zwischen Part- und Assembly-Umgebung

Im Konstruktionsalltag arbeiten Konstrukteure oft an Einzelteilen, die Bestandteil einer bestehenden Baugruppe sind. Dabei ist es wichtig, dass die Bauteile in der Baugruppe exakt aufeinanderpassen, da sonst eine Montage nicht möglich ist oder Schäden an den Bauteilen entstehen.

Aufgrund dessen muss man oft in die Baugruppe, dort Maße abnehmen und anschließend wieder zurück ins Einzelteil, um dort diese Maße zu verwenden. Dies bedeutet ein ständiges Hin- und Herwechseln zwischen der Part- und der Assembly-Umgebung.

Das ist nicht nur lästig und zeitraubend, sondern erhöht auch das Risiko von Übertragungsfehlern, was zu Problemen in der Fertigung und letztendlich zu Ausschuss führt.

Die Lösung: Arbeiten mit Baugruppenformelementen

Um das zu vermeiden und die Arbeit zu vereinfachen, gibt es in Solid Edge die Baugruppenformelemente, die direkt in der Baugruppe erzeugt werden. Mit diesen können Sie Formelemente in exakter, passender Lage erzeugen und zusätzlich bestimmen, auf welche Bauteile sich diese auswirken sollen.

Die Baugruppenformelemente in Solid Edge haben folgende Optionen:

  • Baugruppenformelemente erstellen:
    Hier erzeugt Solid Edge ein Formelement, das nur in der Baugruppe sichtbar ist und auch nur hier wirkt. Das wird z. B. bei Montagebohrungen angewandt, die vor dem Verladen in der Fertigung erstellt werden.

  • Baugruppenabhängige Formelemente erstellen:
    Solid Edge erzeugt Formelemente, die in der Baugruppe und im Einzelteil wirken. D. h. egal ob das Formelement in der Baugruppe oder im Einzelteil verändert wird, die Änderungen sind für beide wirksam.

  • Teileformelement erstellen:
    Solid Edge erzeugt ein Formelement, das nur im Teil Auswirkung hat. D. h. Sie können bequem in der Baugruppe die Lage definieren und schneiden dann nur das Einzelteil. Dies wird auch als „Top-Down Konstruktion“ bezeichnet.

In diesem Solid Edge Tutorial zeigen wir die unterschiedlichen Möglichkeiten für das Arbeiten mit Baugruppenformelementen am Beispiel eines Motors.

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